Städtische Werke Borna GmbH beteiligt Mieter mit Installation von Solaranlagen aktiv an Energiewende.

Das Mehrfamilienhaus „Am Hochhaus 8-12“, im Bornaer Klimaquartier bietet 40 Wohnparteien ein Zuhause und steht künftig ganz im Zeichen der Energiewende. Mit Unterstützung der Städtischen Werke Borna GmbH (SWB) und der Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft mbH (BWS) schöpft die Wohnanlage mit fünf Hauseingängen und kompletter Südausrichtung ihren sonnenreichen Standort künftig mit höchstmöglicher ökologischer und ökonomischer Effizienz für die hauseigene Stromversorgung aus. Fünf Solaranlagen werden auf dem Dach errichtet, die je 8 kW und damit 1 kW pro Wohneinheit produzieren.

Im Rahmen des Klimakonzepts der Stadt Borna arbeiten die beiden kommunalen Unternehmen BWS und SWB mit Unterstützung des seit November 2015 im Gebiet tätigen Energetischen Sanierungsmanagements (Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG, seecon Ingenieure GmbH, Gesellschaft für Intelligente Infrastruktur Zwickau mbH und Westsächsische Hochschule Zwickau) gemeinsam am Projekt „Energetisches Sanierungsmanagement“ und setzen dieses Schritt für Schritt um.

Nachdem zunächst unzählige Daten und Fakten zum Heizverhalten gesammelt und analysiert wurden, geht es nun fortschreitend ins Detail. Das Anbringen der Solaranlagen auf dem Dach des Mehrfamilienhauses ist durch die Firma Thermic Energy aus Borna nun erfolgreich zum Abschluss gebracht. „Noch in diesem Jahr sind die komplette Erneuerung der Heizungsanlage und ein hydraulischer Abgleich der Anlage geplant. Im nächsten Jahr werden dann in allen Wohnungen „intelligente“ funkgesteuerte Wärmemengenzähler verbaut, welche den Wärmebedarf jedes einzelnen Heizkörpers an die Heizungsanlage melden. So kann der exakte Wärmebedarf ermittelt und die Heizung entsprechend gesteuert werden“, stellt Jan Czinkewitz, Geschäftsführer BWS in Aussicht. „Spürbar verbessert sich dabei auch die Wohnqualität.“

Die BWS erkennt für sich im neuen Heizsystem die ideale Lösung, um ständig steigenden Nebenkosten entgegen zu steuern. „Mit der Heizungssteuerung sparen unsere Mieter deutlich Heizenergie. Die Investitionen, welche in diesem „Pilotprojekt“ nicht auf die Mieter umgelegt werden, kommen ausschließlich unseren Mietern zugute und sollen ein weiteres Vermietungsargument sein“, so Jan Czinkewitz weiter. „Wir hoffen unsere Mieter vom Projekt begeistern zu können. Je mehr Mieter mitmachen, desto effizienter werden die umgesetzten Maßnahmen sein.“

Einen nachhaltigen Mehrwert für Mieter und Umwelt konstatiert auch Jan Hoppenstedt, Geschäftsführer SWB, der gleichermaßen auf einen hohen Zuspruch hofft. „Mit dem hauseigen erzeugten Naturstrom schonen die Mieter mit einem Preisvorteil von vier Cent zukünftig nicht nur ihren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Ich freue mich über die außerordentlich gute Zusammenarbeit aller Projektpartner zu jeder Zeit und wünsche uns allen, dass das Projekt bald „sichtbare Früchte“ trägt. Auch wir sammeln neue Erfahrungen auf diesem Gebiet und hoffen unsere Zusammenarbeit mit der BWS, die wir als Partner sehr schätzen, in Zukunft weiter auszubauen und zu stärken.“

01/02/2019,